Mein Gebet für heute - Kraftquelle in Coronazeiten

10.04.2020 (Freitag)

Mein Gebet für heute - von Pfarrerin Claudia Scheufele, Ev. Kirchengemeinde Rahnsdorf

 

Mein Gebet für heute - Kraftquelle in Coronazeiten. Foto: Jürgen Bosenius

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Karfreitag – das heißt der Freitag der Klagen, ist immer schwer zu ertragen: Wer hängt schon gern dunklen Gedanken nach! „Wenigstens das Wetter sollte dazu passen – also bitte kein Sonnenschein“, sagt mein Sohn. Aber in diesem Jahr nach vier Wochen voller Beschränkungen und Angst in der Corona-Krise, fühlt sich das anders an: irgendwie naheliegend das Leid in der Welt und im eigenen Leben in den Blick zu nehmen und zur Sprache zu bringen. Der beste Ort dafür ist heute unter dem Kreuz Christi. Unter seinem Kreuz dürfte die Last leichter werden.

 

Fürbitte

 

Unbegreiflicher Gott,
Am Freitag der Klagen sind wir hier,
um den Kreuzen in der Welt und unserem Leben
nicht auszuweichen.
Hinter ihnen sehen wir das Kreuz Christi.
Lass uns begreifen, was du uns mit ihm sagen willst.

 

Menschen auf der ganzen Welt
lastet das Kreuz der Pandemie
schwer auf der Schultern.
Verwirrt und überfordert sehnen wir uns nach Hilfe!
Sende uns Helfer, wie Simon von Kyrene,
und ermächtige uns selbst
anderen zu helfen und mitzutragen.

 

Viele Menschen stehen heute vor einem Kreuz,
weil der Tod ihn das Liebste genommen hat
und sie sich nicht einmal verabschieden konnten.
Tröste sie und lass sie Trost im Kreuz Christi finden.

 

Den fürsorgenden Christus am Kreuz vor Augen,
lass uns die aus dem Fokus geratenen nicht übersehen:
wie die Flüchtlingen in den Lagern, sondern für sie sorgen.

 

Wir danken dir für die vielen,
die sich rufen lassen, das Kreuz anderer mitzutragen,
in dem sie ihren Einsatz leisten in den Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen,
bei Polizei und Feuerwehr
behütet sie.

 

Am Freitag der Klagen kommen wir unter dein Kreuz.
Die Last, die wir zu tragen haben, wird leichter,
mit dem Blick auf deine ausgebreiteten Arme am Kreuz.
Du lässt uns allein,
sondern hast die Arme ausgebreitet,
um uns in deiner Liebe zu bergen. Amen

 

Pfarrerin Claudia Scheufele, Ev. Kirchengemeinde Rahnsdorf