Ev. Kirchengemeinde Mahlsdorf: 50-jähriges Jubiläum des Posaunenchores der Kreuzkirche

von Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

Ev. Kirchengemeinde Mahlsdorf: 50-jähriges Jubiläum des Posaunenchores der Kreuzkirche. Foto: Evangelische Kirchengemeinde Mahlsdorf

Ev. Kirchengemeinde Mahlsdorf: 50-jähriges Jubiläum des Posaunenchores der Kreuzkirche

Aus diesem Anlass wollen wir am 12. September 2021 um 10.30 Uhr einen festlichen Posaunengottesdienst feiern im Kirchgarten der Kreuzkirche Berlin-Mahlsdorf und laden Sie und Euch herzlich dazu ein. Festredner wird Gottfried Bühler von der ICEJ (Internationale Christliche Botschaft Jerusalem) sein.

Nach 50 Jahren können wir Bläser der Kreuzkirche ein kleines Stück Geschichte schreiben. Angefangen hat alles im September 1971 mit 9 Bläsern. Innerhalb kurzer Zeit vergrößerte sich aber diese Zahl. Damals bestand der Posaunenchor zum überwiegenden Teil noch aus Bläserinnen. In den tiefsten DDR-Zeiten waren wir mit nur einem Auto und auf Fahrrädern unterwegs und beteiligten uns dennoch an regionalen und auch überregionalen Einsätzen. Unser damaliger Pfarrer Werner Nier war als Bläser immer mit dabei und kümmerte sich speziell um die Anfängerarbeit. Inzwischen war unsere Bläserzahl auf 15-16 gewachsen. Wir erlebten schöne Bläserschulungswochenenden mit abschließendem Posaunengottesdienst, hatten aber immer auch viel Spaß bei all unseren Diensten. Freundschaften muss man pflegen, in unserem Fall den Zusammenhalt des Chores. Das war für uns ein ganz wichtiges Thema, denn wir waren uns bewusst, wir tragen Verantwortung füreinander und dienen dem größten HERRN. Und das wollen wir mit unserem Verhalten auch ausstrahlen. Inzwischen hatten wir auch mehr Autos und unternahmen 1979 erstmals eine Posaunenchorfahrt mit den Familien, noch unter ganz bescheidenen Umständen. Das fanden dennoch alle so toll, dass wir es anfangs jedes Jahr wiederholten, später, so wie bis heute, alle zwei Jahre. Wir reisten von der Ostsee bis ins Erzgebirge. Abends boten wir Abendmusiken an und am Sonntag zum Abschluss einen Posaunengottesdienst. Inzwischen führten uns diese Fahrten bis Tschechien mit richtigen kleinen Konzerten. So lernten wir auch viel von Gottes guter Schöpfung kennen.
Die Bläser trugen 1979 in erheblichem Maße am Zustandekommen der Beziehung zu unserer Partnergemeinde in Berchum in Nordrhein-Westfalen bei, die bis heute, das sind inzwischen 42 Jahre, besteht. Leider gibt es aber dort schon lange keinen Posaunenchor mehr.

Unser Nischendasein änderte sich mit der Wende. Schon an Weihnachten 1989 lobten und dankten wir unserem Gott unter dem Brandenburger Tor mit unseren Liedern und später auf einer Großveranstaltung auf dem Marx-Engels-Platz zur Deutschen Einheit. Deutschlandweit waren wir ab jetzt unterwegs zu den Kirchentagen und waren Teilnehmer bei den evangelischen Posaunentagen, wo wir viele andere Bläser kennenlernten und ihre Vielseitigkeit, genau wie auf den Bundesposaunenfesten des Gnadauer Posaunenbundes, dem etliche unserer Bläser angehören.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war für uns 2014 aus Anlass von 25 Jahren Mauerfall unser Einsatz als Ballonpaten an der Oberbaumbrücke. Dass es 1989 dazu gekommen war, ist für uns bis heute ein Wunder und Gnade Gottes, auch wenn für manche Manches vielleicht in den Jahres anders verlaufen ist als gedacht. Es bleibt ein Geschenk.

Dennoch dürfen wir dankbar zurückblicken auf die vielen zahllosen Einsätze, ob draußen vor der Kirche oder in den Gottesdiensten, die wir umrahmen und gestalten durften in den 50 Jahren. Wie vielen haben wir Freude bereitet mit einem Ständchen zu einem runden Geburtstag, einem Jubiläum und auf Hochzeiten. Oder das Blasen in der Adventszeit bei unseren älteren Gemeindegliedern (für alle Bläser alle Jahre wieder das Highlight), auf Weihnachtsmärkten oder unser Einsatz bei Beerdigungen. Auch während der Coronazeit ging unser Dienst weiter, dann eben als Openair.

Ein Geschenk ist es für uns bis heute, dass unser Posaunenchor in den neunziger Jahren auf 24 Bläser gewachsen war, zum Teil dadurch, dass sich uns „fertige“ Bläser anschlossen, die uns irgendwo gehört hatten, eine Zahl sich durch Ausscheiden Einzelner durch Umzug oder aus Alters- und Gesundheitsgründen wieder reduziert hat. Unseren Auftrag sahen und sehen wir bis heute darin, dass wir keine Blaskapelle sind, sondern ein Posaunenchor zur Ehre Gottes.
Wir sind uns dessen bewusst: „ Wo der HERR nicht das Haus baut, arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Nur so ist das lange Bestehen unseres Chores zu verstehen und daran wollen wir festhalten.

Danken möchten wir an dieser Stelle unserem Chorleiter Klaus Katsch, der über die gesamten 50 Jahre unseren Chor in aller Treue geleitet und trotz Höhen und Tiefen niemals aufgegeben hat, getreu dem Motto: „Wer seine Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ Sein Herz brannte und brennt bis heute für diesen Dienst. Inzwischen holt er sich aber auch schon mal Unterstützung durch unseren Joachim Brunner (ehemals Profimusiker) und bei unserem Posaunenbeauftragten des Kirchenkreises Jürgen Hahn.

Dank zu sagen ist ebenso allen Bläserinnen und Bläsern, die in all den Jahren immer einsatzbereit waren mit fröhlichem Herzen, auch bei Wind und Wetter, und die sich haben nicht entmutigen lassen, wenn es mal nicht so lief.
Gottes Lob und Ehre weiterzusagen, Menschen die frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkünden, Mut zu machen, Trost zu spenden, Freude zu bereiten, das soll weiterhin unsere Aufgabe sein. Denn unser HERR lebt und wir sollen auch leben.

Helga Katsch

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