Bach – Kantate im Gottesdienst: Erlöserkirche, 19.9.2021, 18 Uhr - Junges Bach Ensemble Berlin, Predigt: Prof. Dr. Notger Slenczka

von Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

Bach – Kantate im Gottesdienst: Erlöserkirche, 19.9.2021, 18 Uhr - Junges Bach Ensemble Berlin, Predigt: Prof. Dr. Notger Slenczka

Bach – Kantate im Gottesdienst: Erlöserkirche, 19.9.2021, 18 Uhr - Junges Bach Ensemble Berlin, Predigt: Prof. Dr. Notger Slenczka

Plakat als PDF zum Herunterladen

Liebe musikalisch Interessierte, sehr geehrte Freunde und Verehrer der Musik Johann Sebastian Bachs, 

seit Jahren ist es wunderbare Tradition, im Herbst jeweils am 3. Sonntag im Monat eine der unvergleichlich schönen Kantaten Johann Sebastian Bachs in unserem Kirchenkreis aufzuführen. Wir stehen damit ganz in der Tradition des großen Meisters und 5. Evangelisten, wie Bach oft genannt wird,  und musizieren seine Kantaten in einem Gottesdienst.

Am 19.9.2021 erklingt die Kanate BWV 137 " Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!" um 18.00 Uhr in der Erlöserkirche am Nöldnerplatz. Dazu laden wir sehr herzlich ein:

Die Kantate BWV 137 „Lobe den Herren, den mächtigen König“ ist eine Choralkantate über eines der bekanntesten Kirchenlieder der Christenheit. Johann Sebastian Bach komponierte die Kantate 1725 in Leipzig für den 12. Sonntag nach Trinitatis und vervollständigte damit seinen zweiten Kantatenzyklus. Die Uraufführung fand am 19. August 1725 statt. Die überaus festliche Besetzung u.a. mit 3 Trompeten und einer Pauke lässt vermuten, dass die Kantate möglicherweise auch im Gottesdienst zur Ratswahl musiziert wurde. Der Schlusschoral der Kantate findet sich transponiert nach D – Dur in der Hochzeitskantate „Herr Gott, Beherrscher aller Dinge“ BWV 120a und damit ebenfalls in sehr glanzvollem Zusammenhang wieder. Die Kantate ist symmetrisch aufgebaut

Der Text stammt vom bekannten Liederdichter Joachim Neander, dem Namensgeber des Neandertales nahe Düsseldorf, das der Dichter für ausgedehnte Spaziergänge genutzt haben soll.  Nach reformierter Tradition knüpfte Neander an einen biblischen Psalm an: «Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.» (Psalm 103). Bach hat die Strophen in unverändertem Wortlaut übernommen und auch die Musik bleibt durchgehend der Choralmelodie verbunden. Trotz dieser engen Choralbindung gelingt Bach formale und expressive Vielfalt.

„Wie Alfred Dürr und Gardiner beobachten, ist nicht nur der Text, sondern auch die Melodie des Chorals in allen Sätzen gegenwärtig. Die Kantate ist symmetrisch aufgebaut. In den Ecksätzen liegt die Melodie im Sopran, in Satz 2 wird sie vom Alt gesungen, in Satz 4 spielt sie die Trompete als cantus firmus zur Arie. Im zentralen und intimsten Satz, einem Duett von Sopran und Bass, sind die Themenanfänge der Singstimmen und der begleitenden Instrumente von ihrem Beginn abgeleitet.[1] Die Melodie in Barform erreicht nach einem ungewöhnlichen Stollen von fünf Takten am Anfang des Abgesangs ihren Höhepunkt, der von Bach verschiedenartig betont wird.

Im Eingangschor spielen Trompeten, Oboen und Streicher ein Concerto, der Sopran singt den cantus firmus, vorbereitet jeweils durch die Unterstimmen in imitatorischem Satz über die instrumentalen Motive. Die Worte „Kommet zu Hauf, Psalter und Harfen, wacht auf“ sind durch homophonen Satz hervorgehoben. 

In Satz 2 begleitet eine Violine die verzierte Choralmelodie. Bach übernahm diesen Satz in seine Schübler-Choräle, jedoch auf den adventlichen Text „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter auf Erden“.

In großem Kontrast zum C-Dur und G-Dur steht das zentrale Duett in e-Moll, in dem auch die beiden obligaten Oboen duettieren. In ungewöhnlicher Weise erklingt darin der erste vokale Abschnitt weitere drei Male, lediglich die Worte „In wieviel Not“ sind durch chromatischen Abgang ausgedeutet. 

Satz 4 steht in a-Moll, doch dazu spielt die Trompete den cantus firmus in C-Dur. Ähnlich bettete Bach später im Schlusschor seines Weihnachtsoratorium den phrygischen Choral in ein Concerto in D-Dur ein. Auch die unabhängige Gesangsstimme zitiert einige Male Abschnitte der Choralmelodie. Die Worte „Denke daran“ sind durch abweichendes Metrum hervorgehoben.

Bach setzte den Schlusschoral prächtig für vier Singstimmen und drei unabhängige Trompetenstimmen.“

Quelle: Wikipedia

 

Ausführende:

Sopran: Alessia Schumacher

Alt: Irene Schneider

Tenor: Shimon Yoshida

Bass: Pierre Chastel

Junges Bach Ensemble Berlin

Studiochor Karlshorst und Kantorei Karlshorst 

Leitung: Cornelia Ewald

Predigt: Prof. Dr. Notger Slenczka

Liturgie: Pfarrer Edgar Dusdal

 

Die musikalisch Ausführenden freuen sich sehr auf die Möglichkeit zu Singen und zu Musizieren. Besonders freuen wir uns, dass mit Prof. Dr. Notger Slenczka und Pf. Edgar Dusdal zwei renommierte Theologen diesen Gottesidenst mit gestalten werden.

Bitte kommen Sie in den Gottesdienst und bringen Sie Interessierte mit. Geben Sie weiter, dass es sich lohnt, gemeinsam der innigen und zugleich glanzvollen Vertonung des uns so vertrauten Liedes zu lauschen.

Und hier schon ein kleiner Vorgeschmack:

Seit einigen Jahren gibt es das Bachprojekt in Karlshorst, wo junge Musiker zusammen mit unseren Chören Musik von Johann Sebastian Bach musizieren. In diesem Trailer erzählen die Musiker ein bisschen über sich:

https://www.bach-bewegt.com/mediathek/#video

Und gern auch hier hineinschauen: https://www.bach-bewegt.com/

 

In großer Vorfreude und mit herzlichen Grüßen

 

Cornelia Ewald

Kirchenmusikerin, Dirigentin
Künstlerische Leitung Bach bewegt e.V.

Zurück

Einen Kommentar schreiben