Beginn der Vortragsreihe "Versöhnung" in Berlin-Karlshorst

von Jürgen Bosenius

Katharina Schridde in der Karlshorster "Kirche zur frohen Botschaft". Foto: kklios

Katharina Schridde hat am 14. September 2016 zum Auftakt der Vortragsreihe "Versöhnung" zum Thema „Auf dem Weg zur inneren Versöhnung. Vom Umgang mit der eigenen Geschichte“ in der Karlshorster "Kirche zur frohen Botschaft" referiert.

Die Vortragsankündigung hätte auch eine lebenspraktische Ratgeberveranstaltung vermuten lassen: „Wie kann es mir gelingen mit einer emotional belasteten Geschichte, mit Erfahrungen, die mich quälen und nicht loslassen wollen und die immer wieder drohen, meinen Alltag zu überschatten, umzugehen.“ Geliefert hat Katharina Schridde, Stadtmissionarin aus Friedrichshagen, ein fulminantes Plädoyer, „Versöhnung“ als Zentralthema der Bibel zu verstehen: ein spannender, ein kurzweiliger Abend.

Sehr differenziert und klar strukturiert entwickelte die Mitarbeiterin des Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree drei Sichtweisen auf das biblische Versöhnungs-Thema. Die Versöhnung zwischen den Menschen untereinander, Gott, der sich mit den Menschen versöhnt und der Mensch, der sich mit Gott versöhnt.

In ihren – frei vorgetragenen – Interpretationsskizzen unter anderem zu Jakob und Esau, Hiob, dem Gleichnis vom barmherzigen Vater und verloren Sohn und dem Vater unser entwarf Katharina Schridde verschiede Perspektiven von Versöhnung: Versöhnung als Geschenk, als Erlösung und Glück, Versöhnung manchmal aber auch als Ding der Unmöglichkeit.

Die interessierten Nachfragen der 40 Zuhörerinnen und Zuhörer dieses Abends machten deutlich, dass das Thema große Relevanz besitzt. Der Abend lieferte viele Antworten und viele Fragen und machte deutlich, dass „Versöhnung“ als Thema und als Herausforderung noch lange aktuell bleiben wird.

Nächste Veranstaltung

Zweiter Teil der Vortragsreihe am Mittwoch, 12. Oktober 2016, um 19.30 Uhr mit dem Philosophen Volker Gerhardt zum Thema "Glaube und Wissen".

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