Taizé-Fahrt vom 21. Juni bis 1. Juli 2019

von Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

Taizé-Fahrt vom 21. Juni bis 1. Juli 2019

Taizé-Fahrt

Spirituelle ökumenische Reise der Jugend
vom 21. Juni bis 1. Juli 2019
 
Von Pfarrer Ralf Musold
Evangelische Stadtkirchengemeinde Köpenick
 
Taizé ist ein kleines Dorf in Burgund in Frankreich. 1940 hatte dort der reformierte Theologe Roger Schutz mit einigen Gleichgesinnten eine ökumenische Bruderschaft gegründet, um in der Zeit des Zweiten Weltkrieges etwas gegen die Not und Feindschaft der Völker zu tun. Heute gehören zu dieser Bruderschaft mehr als 120 Brüder, von denen etwa 2/3 in Taizé leben. Die anderen sind in sozialen Brennpunkten überall auf der Welt tätig. Taizé hat sich zu einem Treffpunkt von Jugendlichen und Erwachsenen aus aller Welt entwickelt. In den Sommermonaten sind dort Woche für Woche 3.000 und mehr Gäste.
 
Es ist eine Zeit intensiver Begegnung mit Menschen anderer Länder und Kirchen. Um nach Taizé zu fahren muss man aber weder eine Fremdsprache beherrschen noch Mitglied einer Kirche sein. Einzige Voraussetzung ist Offenheit. In Gesprächsgruppen, die so zusammengesetzt sind, dass die Teilnehmer immer einander verstehen bzw. übersetzen können, geht es um den Austausch zu Fragen nach dem Sinn des Lebens, Verantwortung in den Heimatländern und um das Kennenlernen anderer Menschen.
 
Der Tagesablauf ist durch das Leben mit den Brüdern bestimmt. Es gibt drei Gebetszeiten am Tag, die durch einfache vielsprachige Gesänge geprägt sind. Am Vormittag gibt es in größeren Gruppen eine Einführung in einen Bibeltext. Dabei werden wir einer jugendgemäßen Frömmigkeit begegnen, die mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität lebt. Es geht um Fragen unserer Zeit und jugendlichen Alltags. Dies kann anschließend in kleineren Gesprächsgruppen diskutiert werden. Jugendliche werden akzeptiert, wie sie sind.
 
Jede und Jeder übernimmt täglich eine kleine Aufgabe (Küche, Sanitär, Stubendienst usw.), damit das Miteinander reibungslos funktioniert. Die meisten von uns werden in Zelten schlafen. Am Abend ist im „Oyak“, einem Bereich mit Kiosken, viel los. Da wird musiziert, getanzt und gesungen werden. Die Atmosphäre wird von der Zusammensetzung der Gäste geprägt sein. Werden z.B. viele Spanier und Italiener kommen, wird sicherlich viel südländisches Temperament auf uns abfärben.
 
Unsere ökumenische Taizéfahrt bietet keine touristische Frankreichfahrt, aber ein ganzheitliches spirituelles Erlebnis! Es gibt Räume, in die wir uns zurückziehen können, wenn wir Ruhe brauchen und ebenso Plätze und Zeiten, wo wir feiern werden - ohne Alkohol und Drogen.
 

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