Kreissynode Lichtenberg-Oberspree tagt in Treptow: Synodale beschließen kreiskirchlichen Stellenplan, nehmen Haushaltspläne an und blicken auf die Legislatur 2014 – 2019 zurück

von Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

12. Tagung der Kreissynode Lichtenberg-Oberspree in Treptow. Foto: kklios.de

Die 12. und damit letzte Tagung der Kreissynode Lichtenberg-Oberspree in der laufenden Legislaturperiode hatte ein breites Themenspektrum zu bieten: Zum einen galt es, gemeinsam auf das Erreichte der vergangenen sechs Jahre zurückzuschauen. Zum anderen stand mit der Annahme des kreiskirchlichen Stellenplans für die Jahre 2020 bis 2022 und des Haushaltsplans für 2020 die konkrete Ausgestaltung der unmittelbaren Zukunft auf dem Programm.

Wer in diesen Tagen das Haus des Kirchenkreises in der Schottstr. 6 in Berlin-Lichtenberg besucht, sieht, dass die Sanierung des Gebäudes auf Hochtouren läuft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenkreises und des Verwaltungsamtes werden Ende Oktober ihre neuen Büroräume bezogen haben. Für die Kreissynode kam dieser Termin zu spät: Auch der Große Saal wird voraussichtlich erst im Februar 2020 wieder für Veranstaltungen verfügbar sein. Daher freuten sich Präsidium und Synodale, für die Tagung am 28. September 2019 erneut den Saal der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Treptow nutzen zu können. Vielen Dank für die Unterstützung an Pfarrer Paulus Hecker und die Helferinnen und Helfern vor Ort!

In seinem Rückblick auf die zurückliegende Legislatur erinnerte Superintendent Hans-Georg Furian an die Anstrengungen des Kirchenkreises, auch dort in der Gesellschaft wieder erkennbar zu werden, wo man – so zeigten es die beiden Kirchenkreis-Studien – fast unbekannt geworden sei: etwa mit aktuellen Veranstaltungen wie dem „Lichtenberger Dialog“, dem Reformationsfest 2017 im FEZ-Wuhlheide oder dem Jugendprojekt „Licht an!“ vor drei Jahren. „Die inhaltlichen Angebote muss man sich nicht ausdenken, sondern am ‚Gang des Lebens‘ entlang entwickeln und dort platzieren, wo die Menschen sowieso sind – interessanterweise wird uns auch gerade da etwas zugetraut, bei der Diakonie und bei der Bildung“, sagte Furian. Konkret: Die religionspädagogische Arbeit mit Kindern in den Gemeinden sei in den Blick genommen und gewürdigt worden (Kita-Visitation); eine Kreisschulpfarrstelle konnte geschaffen werden, um PfarrerInnen gezielt zu entlasten; die Personalstellen in der Jugendarbeit seien erhöht worden; mit dem „Projekt Welcome!“ werde versucht, diakonische Einrichtungen und Gemeinden miteinander ins Gespräch zu bringen; die Krankenhausseelsorge sei um eine halbe Hospiz-Stelle ausgebaut worden und eine halbe Stelle für die Menschen in Alten- und Pflegeheimen werde im neuen Stellenplan geschaffen. Es gelte nun, diese Angebote systematisch weiterzuentwickeln. Er stehe, sagte Superintendent Furian, dafür zur Verfügung, gemeinsam mit den Synodalen und dem Kreiskirchenrat den begonnenen Prozess weiter zu gestalten, und kündigte an, im Herbst 2020 für eine zweite Amtszeit zu kandidieren, sofern ihm dies möglich gemacht werde (hier der Bericht zum Nachlesen).

Kreiskirchlicher Stellenplan mit notwendiger Zwei-Drittel-Mehrheit angenommen

Mag die Debatte über den kreiskirchlichen Stellenplan in der vergangenen Monaten auch engagiert und hart in der Sache geführt worden sein, nach den Besuchen des Superintendenten in verschiedenen Gemeindekirchenräten und dem Referat von Oberkonsistorialrat (OKR) Hartmut Fritz am Vormittag der Tagung war der Diskussionsbedarf unter den Synodalen eher gering. OKR Fritz, im Konsistorium für die Finanzen unserer Landeskirche zuständig, hatte in seinem Vortrag Argumente angeführt, die einen kreiskirchlichen Stellenplan sinnvoll erscheinen lassen: Ein solcher Stellenplan sei Ausdruck der Solidarität der Gemeinden untereinander, er senke das Risiko bei Personalkosten in den Gemeinden und die Flexibilität sorge für Sicherheit, etwa bei langen Erkrankungen. Außerdem sei ein ausgeglichener kreiskirchlicher Stellenplan als Gesamtplan auch dann genehmigungsfähig, wenn einzelne Gemeinden (wie dies im Kirchenkreis der Fall sei) keinen genehmigungsfähigen Gemeindestellenplan vorlegen könnten. Der kreiskirchliche Stellenplan wurde bei einer Enthaltung ohne Gegenstimme angenommen und erreichte somit die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit.

Nach der Annahme der Haushaltspläne 2020 des Kirchenkreises und der Schottstraße durch die Synodalen standen dann verschiedene Formen des Rückblicks auf die Legislatur 2014 – 2019 auf der Tagesordnung. Präses Michael Aust ließ die Synodalen spielerisch bei einem Bilderquiz „Erinnern Sie sich?“ noch einmal an den thematischen Höhepunkten zurückliegender Tagungen teilhalben und erinnerte u.a. an die Dankeschönabende, die der Kirchenkreis seit 2016 für die im Kirchenkreis ehren- und hauptamtlich Tätigen ausrichtet. Abschließend vertieften Berichte kreiskirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Rück- und Ausblick für jeweils ihren Arbeitsbereich: Jürgen Bosenius, Öffentlichkeitsarbeit, warb für die kreiskirchlichen Fortbildungsangebote auf dem Feld der Pressemitteilungen für Gruppen oder Einzelpersonen und wies darauf hin, wie wichtig es sei, Informationen zwischen den Webseiten der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises ohne großen Aufwand austauschen zu können – hier bestehe Handlungsbedarf auf Seiten des Kirchenkreises. Astrid Groth, Beauftragte zur Gründung eines kreiskirchlichen Kitaträgers, machte sich für die Errichtung neuer Kitas im Kirchenkreis stark, zugleich zeigte sie die Entlastungseffekte auf, die sich für Gemeindekirchenräte ergeben, wenn sie ihre Trägerschaft über die gemeindliche Kita an den Kirchenkreis abtreten. Sebastian Sievers, Jugendarbeit, freute sich darüber, dass der Arbeitsbereich gemeinsam mit Friedrich Böhme (nach dessen Elternzeit) im kommenden Jahr sehr gut aufgestellt sei. Jens Blank, Arbeit mit Kindern, zeigte konkret auf, welche Herausforderung es darstellt, die Stellenanteile der Katechetinnen und Katecheten den Bedarfen der Gemeinden entsprechend zu organisieren. Bei den Berichten aus den synodalen Ausschüssen stellte Bernd Thürling, Umweltausschuss, eine neue „Nachhaltigkeitsbroschüre“ mit dem Titel „Klima, Liebe, Hoffnung. Praxisbeispiele für Umweltschutz im Kirchenkreis“ in den Bereichen Energie, Naturschutz und Mobilität vor.

In seinem Schlusswort dankte Präses Aust den Synodalen für die gute Zusammenarbeit während der Legislaturperiode und verband diesen Dank mit guten Wünschen für die Zukunft. Superintendent Furian nutzte die Gelegenheit, den Synodalen die neue Sekretärin in der Superintendentur vorzustellen: Frau Anne-Marie Hohl ist dort im Umfang von 75 Prozent angestellt – und beendete die Tagung mit dem Schlusssegen.

Bericht des Superintendenten zum Herunterladen

Die neuen Publikationen des Kirchenkreises, die auf der Synode präsentiert worden sind: Nachhaltigkeitsbroschüre und Bläserflyer, werden in der Woche ab 28. Oktober 2019 an alle Gemeinden verteilt (Fächer in der Suptur) und hier auf kklios.de noch einmal vorgestellt.

Impressionen

Letzter Feinschliff: das Präsidium vor Tagungsbeginn. Foto: kklios.deOberkonsistorialrat Hartmut Fritz. Foto: kklios.deFrau Lachotta und Oberkonsistoralrat Fritz freuen sich über das Dankeschön von Präses Aust. Foto: kklios.deHartmut Boger: Dank für viele Jahre gewissenhafter Rechnungsprüfungen des Kirchenkreises. Foto: kklios.de

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