Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 und die NS-Zwangsarbeit

von Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 und die NS-Zwangsarbeit

Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 und die NS-Zwangsarbeit

Sonnabend, 9. November 2019 um 18 Uhr
Erlösersaal, Nöldnerstraße 43, 10317 Berlin
Zu Gast: Zeitzeuge Horst Selbiger
Musik: Olaf Ruhl

Wir werden an die grausigen Ereignisse des Jahres 1938 erinnern, als in ganz Deutschland der Jahr für Jahr gewachsene Judenhass völlig entfesselt wurde, an so vielen Orten Synagogen brannten, jüdische Geschäfte demoliert und ausgeraubt, viele Jüdinnen und Juden gewalttätig angegriffen, verhaftet und sogar ermordet wurden.

Ein weiterer Aspekt des Abends wird die NS-Zwangsarbeit sein. Im Blick auf die Gedenkarbeit ist dieses Thema gefühlt wenig präsent. Dabei ist auch in diesem Bereich so großes Unrecht geschehen, dass es nur schwer in Worte gefasst werden kann. Grund genug für uns, das Thema genauer zu beleuchten.

Wir werden am 9. November mit Horst Selbiger einen jüdischen Zeugen zu Gast haben, der sowohl sehr lebendige Erinnerungen an die Novemberpogrome hat, als auch später von den Nationalsozialisten als Kind/Jugendlicher zur Zwangsarbeit verpflichtet wurde. Horst Selbiger hat überlebt, während der Großteil seiner Familie von den Nazis ermordet wurde. Wir haben das Glück, seine Geschichte zu hören.

Ich empfehle diese Gelegenheit besonders auch allen Familien. Die Kinder und Jugendlichen werden nicht mehr oft die Chance haben einen Zeitzeugen wie Horst Selbiger persönlich zu treffen. Die Fragen der Kinder und Jugendlichen sind besonders entscheidend, denn sie nehmen die Antworten mit in die Zukunft. Nicht erst die Ereignisse von Halle zeigen, wie aktuell das Thema Antisemitismus in Deutschland ist.

Inhaltliche Ausführungen zum Thema Zwangsarbeit und Musik wird uns an diesem Abend Olaf Ruhl präsentieren.

Für die AG Pogromgedenken der Ev. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg:


Jakob Falk

Veranstaltungsplakat zum Herunterladen

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