Ev. Versöhnungskirchengemeinde Berlin-Biesdorf - Auf Wiedersehen, Pfarrer Justus Schwer!

von Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

Vor der Biesdorfer Gnadenkirche am Reformationstag 2020 (v.l.n.r.): Superintendent Hans-Georg Furian, Pfarrer Justus Schwer, Pfarrerin Claudia Pfeiffer, GKR-Vorsitzender Norbert Springer. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.de

Die Ev. Versöhnungskirchengemeinde Berlin-Biesdorf hat am Reformationstag 2020 in der Biesdorfer Gnadenkirche Pfarrer Justus Schwer in einem Festgottesdienst verabschiedet. Nach fünf Jahren als Gemeindepfarrer der Versöhnungskirchengemeinde geht Pfarrer Justus Schwer in den Ruhestand.

Der Reformationstag 2020 wird der Versöhnungskirchengemeinde Berlin-Biesdorf in Erinnerung bleiben – und diesmal spielt Corona mal eher eine Nebenrolle. Es ist der Tag, an dem die Gemeinde Pfarrer Justus Schwer in den Ruhestand verabschiedet. Und wer den Gottesdienst besucht hat, wird sagen können: Dieser Reformationstag bleibt in bester Erinnerung!

Ein Verabschiedungs-, ein Festgottesdienst, der in diesen schwierigen Coronazeiten ohne Chormusik und gemeinsames Singen auskommen musste – und dennoch war es dem Vorbereitungsteam gelungen, dass ein festlicher Gottesdienst gefeiert werden konnte: Während Kantor Andreas Hillger die Lieder an der Orgel begleitete, lasen Kita-Leiterin Annette Bock und GKR-Vorsitzender Norbert Springer die Strophen. Der innere Blick und die Konzentration waren ganz auf die Liedtexte gerichtet, das waren ganz ruhige Momente.

In seiner Predigt nahm sich Justus Schwer „die Freiheit“, nicht einen, sondern drei Texte in den Mittelpunkt zu stellen, Bibelstellen, die ihm besonders wichtig sind: aus 1. Mose, Markus und Jesaja. Und mit Leidenschaft beschwor er die in Markus 10, 42-48 beschriebene Freiheit und Gleichheit unter den Menschen: „(...) wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.“ Wie lassen sich, fragte Justus Schwer, dann überhaupt noch Hierarchien denken – und wie konnten sich gerade in der Kirche hierarchische Ebenen ausbilden: „Das bleibt wohl ein Rätsel der Kirchengeschichte.“

Superintendent Hans-Georg Furian erinnerte in seiner Ansprache an die beruflichen Stationen von Justus Schwer: Den Anfang nahm sein Dienst 1982 in Groß Breesen bei Guben. Er führte dann 1985 nach Baumschulenweg und danach über einen Abstecher von zwei Jahren in Friedrichshagen 1996 nach Neu-Westend und abschließend für fünf Jahre hierher, nach Biesdorf. Warum er Justus Schwer duze, sei ganz einfach, sagte Hans-Georg Furian: Schließlich habe man bereits vor gut 50 Jahren in Zossen als Kinder gemeinsam Fußball gespielt, man kannte sich gut, die Väter waren Pfarrer in der Region.

Der Abschied fällt „schwer“

Norbert Springer dankte Justus Schwer für die geleistete Arbeit und erinnerte an das in der Zeit gemeinsam Erreichte: etwa das Engagement in der Flüchtlingsarbeit, die Kirche mit Kinder, die Junge Gemeinde und die angeschobenen Bauvorhaben. Und jetzt werde der Name doch noch Programm, sagte Norbert Springer: „Der Abschied fällt schwer!“

Nach dem Schlusssegen war noch nicht Schluss: Annette Bock löste das Rätsel, was es denn mit der aufgebauten Leinwand in der Gnadenkirche auf sich habe. Film ab – und schon erschien der Chor der Biesdorfer Kita-Kinder, die sich singend und klatschend von Pfarrer Justus Schwer verabschiedeten. Eine tolle Idee! Im Pfarrhof gab es im Anschluss an den Gottesdienst noch Musik, Gruß- und Dankesworte – und Freude darüber, in diesen turbulenten Zeiten gemeinsam Abschied feiern zu können.

Auf Wiedersehen, Pfarrer Justus Schwer!

 

Blick in die Biesdorfer Gnadenkirche am Reformationstag 2020. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.deKita-Leiterin Annette Bock und GKR-Vorsitzender Norbert Springer. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.dePfarrer Justus Schwer. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.dePfarrer Justus Schwer und GKR-Vorsitzender Norbert Springer. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.deVideo-Grußbotschaft der Biesdorfer Kita-Kinder "Schneckenhaus". Foto: Jürgen Bosenius / kklios.deVor der Biesdorfer Gnadenkirche am Reformationstag 2020 (v.l.n.r.): Superintendent Hans-Georg Furian, Pfarrer Justus Schwer, Pfarrerin Claudia Pfeiffer, GKR-Vorsitzender Norbert Springer. Foto: Jürgen Bosenius / kklios.de

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